Ein herzliches Hallo an alle daheim und rund um die Welt!
Gestern abend sind wir wieder heil von unserem Trip durch den Kakadu-National-Park zurueckgekommen. Und hier, wie versprochen, unser Bericht:
Am Freitag mussten wir schon um 5 Uhr aufstehen, da um 6 unser Taxi nach Darwin in die Innenstadt ging (der erste Bus faehrt erst gegen 6:30 Uhr). Da die Campingplatzkueche, wo unsere Milch im Kuehlschrank lagert, um diese Zeit noch zugeschlossen war, mussten wir ohne Fruehstueck starten. In Darwin lernten wir unseren "tour-guide" Amy und die anderen Tourteilnehmer kennen: 2 Franzoesinnen, 2 Englaenderinnen, 1 Japanerin und Larry, der Highscool-Lehrer aus Californien, also eine bunte Mischung.
Die Fahrt zum Kakadu-National-Park dauerte ganz schoen lang und wir stellten fest, dass der Nationalpark zum groessten Teil aus Savanne besteht, und zum Zweitgroessten Teil aus Bergen. Da grade Trockenzeit ist, kann man ganz viel Wandern und die Berge hochkraxeln, aber in der Regenzeit ist alles matschig oder schlicht und einfach ueberschwemmt.
Am spaeten Vormittag (unsre Maegen knurerten schon gewaltig) stand als erstes die Bootsfahrt, bei der wir Krokodile sehen sollten, auf dem Programm. Das war wirklich spannend. Krokodile greifen immer dann an, wenn sie sicher sind, dass sie ihr Opfer auch erlegen koennen, und ertraenken diesen dann. Das heisst, man sollte ihnen nicht schwimmend begegnen, da sind sie einfach schneller und man sollte ihnen natuerlich nicht zu nahe kommen. Das gruseligen an ihnen ist, dass sie selbst dann angreifen, wenn sie gar keinen Hunger haben, also wirklich immer, wenn etwas greifbar ist. Wir lernten aber auch gleich, dass das Krokodil zwar ins Boot reinkommen wuerde (ueber die Reeling springen) aber es weiss, dass es nicht mehr rauskommen wuerde, also laesst es das bleiben.
Wir haben dann also neben vielen vielen interessanten Voegeln (alle sammeln sich in der Trockenzeit um die wenigen Wasserloecher) und einem (lebenden) Wallaby am Ufer (=kleine Kaenguruh-Art) [:-)] 2 grosse Krokodile aus einer sicheren Entfernung von vielleicht 5 Metern gesehen. Die haben sich aber kaum bewegt, weil sie sich grad von der Sonne aufwaerman liessen.
War schon spannend.
Nach einem Lunch mit leckeren Sandwiches auf dem Parkplatz unsere naechsten Programmpunktes wanderten wir ca 20 Minuten durch so was aehnliches wie Regenwald (er war gruener als die Savanne aber war irgendwie weniger tropisch als in den Tablelands bei Cairns) zum Gipfel eines Wasserfalls. Vom Wasserfall konnten wir nicht viel sehen, aber oben konnte man in mehreren tiefen Steinbecken baden und planschen, das war wirklich herrlich, an so einem aussergewoehnlichen Ort zu baden. Ich versuchte auch gleich mal unfreiwillig, wie es denn so ist, auf den glitschigen Felsen auszurutschen und in ein Becken zu fallen, von dem man nicht weiss, wie tief es ist. War lustig. Aber nur, weil das Becken tief genug war und ich sehr elegant reingerutscht bin, ohne mir was zu tun.
Fuer diesen Tag war unser Programm schon beendet, jetzt mussten wir nur noch geduldig im Auto ausharren, waehrend Amy, ohne Ruecksicht auf Verluste, ueber die roten Schotterpiste und durch jedes noch so tiefe Schlagloch brauste. Ohne die Anschnallgurte waeren wir sicher mehr als einmal mit dem Kopf gegen die Autodecke geknallt. Aber Amy hat uns alle sicher zu dem Lager gebracht, an dem wir nach einem leckeren, auf dem Lagerfeuer gekochten, Abendessen die Nacht unter freiem Himmel, in speziellen Schlafsaecken, verbrachten.
Der Australische Himmel sieht uebrigens ganz anders aus, als der Deutsche. Man sieht hier sehr viel der Milchstrasse und es sind ueberhaupt sehr viel mehr Sterne!
Soviel zum ersten Tag, diesre sehr ereignisreichen, spannenden und phantastischen 3-Tages-Tour.
Fanny
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